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Gelebt, Geliebt – Bespitzelt in der DDR |
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Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld
Montag, 28. September um 19.30 Uhr
Buchlesung mit Maria Ilona E. Lamprecht aus Haina in Thüringen Die Autorin Maria-Ilona E. Lamprecht lebt seit 40 Jahren in Südthüringen. In ihrem Buch verarbeitet sie die erlebten Erfahrungen, berichtet von ihrem Leben, von Freundschaften und bewegenden Zeiten unter anderem in Leipzig. Der Leser erfährt mehr über das ehemalige Sperrgebiet in Thüringen aber auch emotionale Liebesgeschichten. Eine Fülle von authentischen Begebenheiten werden verknüpft mit politischen Tatsachen und historisch belegten Fakten. Amüsante Situationen tragen zur Vielfalt des Inhaltes bei.
Der Eintritt zur Lesung ist frei. |
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Schon 4.500 vor Christus Pizzateller? |
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In der sogenannten Rössner Kultur um 4.500 vor Christus gab es schon Teller, die dem heutigen Pizzateller gleichkommen. Archäologen bezeichnen diese flachen Teller mit größerer Fläche als „Backteller“. Solche Backteller wurden auch im Grabfeld gefunden. Das sagte Walter Jahn von der Archäologischen Arbeitsgruppe Rhön-Grabfeld bei einer Führung des Freundeskreises Frühgeschichte aus Schweinfurt. Ihnen zeigte er bei Aubstadt auch ein Waldstück, in dem an die 250 Hügelgräber zu finden sind. Einmalig in Bayern nannte Jahn sogenannte Trennwandschalen. Damit konnten die Vorfahren schon verschiedene Essen auf einem Teller servieren. Die Besonderheit waren kleine Vögelchen, die auf den Tonschalen aufgebracht waren. Im Archäologischen Museum in Bad Königshofen, da sahen die Besucher aus Schweinfurt dann diese gefunden und restaurierten Schalen im Original. Hier führte Museumsleiter Andreas Rottmann durch die Ausstellung.
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Familienkrach im Doppelhaus |
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„Ich kann mir das gar nicht vorstellen“, erklärt Vanessa und lauscht den Erzählungen von Andreas Rottmann, dem Leiter der Museen in der Schranne aus Bad Königshofen, über die Deutsch-Deutsche Grenze und die Grenzanlage, die Deutschland Jahrzehnte lang voneinander trennten. „So etwas darf nicht mehr passieren“, da sind sich die Kinder einig, die im Rahmen der Jugendkulturwochen die Grenztour aus dem Gemeinschaftsprogramm von Mellrichstadt und Bad Königshofen gebucht haben.
Treffpunkt und Start der Grenztour war das Grenzgängermuseum in Bad Königshofen, das anschaulich und multimedial aufbearbeitet, nicht nur zum Schauen und Staunen, sondern auch mit seinen Exponaten aktiv zum Mitmachen einlädt. Mit dem Spiegel unter das Auto schauen, Zeitzeugen zuhören oder den Dialekt der Regionen zu hören, ein Museum zum Lernen. Auch die Bilder, die Rottmann im Museumskeller zeigte, beeindruckten die Kinder und warfen viele Fragen auf, die vom Experten geduldig beantwortet wurden. Was sind Selbstschussanlagen, warum durften die Menschen nicht ausreisen, viele Warum und Aber, die für die Grenzgängerbesucher viel Stoff zum Nachdenken boten.
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Die DDR-Grenze hat eingeschnürt und an den Rand gedrängt |
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Eine interessant gestaltete Ausstellung die sich mit der Zeit vor und nach der Grenzöffnung 1989 befaßt, hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen eröffnet. Mehr als 550 Exponate von Zeitzeugen wurden für die Präsentation zur Verfügung gestellt, von denen nur ein Bruchteil ausgestellt werden konnte. Leider, wie Initiator und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Museums,. Heinrich Hacker, sagte. „Die Grenze hat eingeschnürt und an den Rand gedrängt,“ stellte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel fest und erinnerte daran, daß er selbst Zeitzeuge ist. Im November 1989 sei er mit Bekannten nach Melpers gefahren und habe hier das damals Unfassbare erlebt. „Ereignisse, die sich fest in meinem Herzen eingegraben haben.“
Beeindruckend nannte der Bezirkstagspräsident, das was der Besucher hier zu sehen bekommt und dankte den Zeitzeugen, die sich interviewen ließen und so die Erinnerung an die Zeit vor 20 Jahren wieder deutlich machten. Die Ausstellung in Fladungen solle Anreiz für viele sein, hierher zu kommen. Vor allem deshalb, weil hier Biografien und Erfahrungen derjenigen zu sehen sind, die unmittelbar an und mit der Grenze gelebt haben. Sowohl in Thüringen als auch in Bayern. Eine weitere Besonderheit sei, daß hier Zeitzeugen aus eigener Erfahrung über Unterschiede und Gemeinsamkeiten berichten, daß sie sich erinnern, wie das war, als die Grenze 1989 aufging, wie Menschen, ja ganze Ortschaften zueinander gefunden haben. Geschenke seien zu sehen, die „hüben und drüben“ mitgebracht wurden, aber auch Transparente und Protestplakate der Friedensbewegungen aus Thüringen.
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