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Den Kultusminister auf den Grenzwanderweg mitnehmen |
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Zum 20. Male jährt es sich am 3. Oktober, daß die Teilung Deutschlands der Vergangenheit angehört. 40 Jahre lang trennten Zaun und Minen Deutsche von Deutschen. Heute erinnern im ehemaligen, unterfränkischen Grenzland nur noch wenige Relikte an das geteilte Deutschland. Allerdings werden sowohl die entstandenen Grenzmuseen, wie das Museum für Grenzgänger in Bad Königshofen und auch der „Grenzgängerweg“ bei Trappstadt immer mehr angenommen. An die 100 Interessierte waren am Sonntag mit dem Bayerischen Bauernverband Rhön-Grabfeld an der einstigen deutsch-deutschen Grenze bei Trappstadt unterwegs.
Rund fünf Kilometer waren die Grenzwanderer auf dem Kolonnenweg unterwegs, dort wo einst die Kontrollfahrten der DDR-Grenztruppen stattfanden. Steil gings den Berg nach oben. Von hier aus hatten die Grenzsoldaten einst das gesamte Land im Blickfeld. Im Tal unten dann noch etwa 30 Meter Original-Grenzzaun. 3,20 Meter hoch, davor der Kraftfahrzeug-Sperrgraben. „Der Grenzzaun ist noch der alte, der, den die DDR selbst gebaut hat,“ sagte Rudolf Reder, der die Gruppe führte. Später sei der Metallgitterzaun eingebaut worden.
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110 Kilometer zu Fuß von der Rhön nach Oberfranken |
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Drei Tage lang waren Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft Kreuzberg Bischofsheim zu Fuß unterwegs, um zum oberfränkischen Wallfahrtsort Vierzehnheiligen zu pilgern. Mit dabei auch Pfarrer Manfred Endres und Pater Augustin und natürlich das Wallfahrtsbild der Bischofsheimer, eine Rundsäule, auf der die vierzehn Nothelfer dargestellt sind. Insgesamt legten die Frauen und Männer dabei einen Weg von rund 110 Kilometer zurück. Hintergrund dieser Wallfahrt ist die Entstehung der neuen Pfarreiengemeinschaft „Kreuzberg-Bischofsheim“, der insgesamt sechs Pfarrgemeinden angehören. Ziel der neubegründeten Wallfahrtstradition soll es sein, die Gemeinschaft zu stärken.
Darauf ausgerichtet ist auch das Motto der Wallfahrt „Aufbruch und Anfang – Gemeinsam auf dem neuen Weg gehen“. Diesen neuen Weg gehen setze vor allem voraus, sich auf diesen Weg einzulassen. Das gemeinsame Gebet, der gemeinsame Pilgerweg sei dazu hilfreich und wichtig, hieß es bei der Wallfahrt. Drei Tage waren die Wallfahrer aus der oberen Rhön unterwegs und absolvierten am ersten Tag gleich eine Gewaltstrecke von etwa 40 Kilometer. Von Bischofsheim ging es nach Bad Königshofen, wo die Wallfahrer am Freitagabend gegen 17.30 Uhr am Radweg von Pfarrer Karl Feser begrüßt und mit den Ministranten zur Stadtpfarrkirche geleitet wurde. Zum Einzug läuteten denn auch alle Glocken der Kirche während die Pilger singend und betend in den „Grabfelddom“ einzogen.
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Franzosen und Bundeswehrsoldaten im Grenzmuseum |
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 Auf großes Interesse stießen zwei Führungen im Unterfränkischen Grenzmuseum in Bad Königshofen. Zum einen waren Bundeswehrsoldaten vom Standort Mittenwald im Museum, zum anderen Besucher aus Frankreich, die über Waldemar Wolf aus Thüngersheim nach Bad Königshofen gekommen waren. Während die Gruppe der Gäste aus Frankreich lediglich das Museum „unter die Lupe nahm“, dann aber weiter an die einstige deutsch-deutsche Grenze bei Eußenhausen/Henneberg fuhr, waren die Soldaten auch zwischen Zimmerau und Rieth und erfuhren hier mehr über die einstige deutsch-deutsche Teilung. Waldemar Wolf, Vater des Mainpost-Redakteurs Hans-Dieter Wolf, ist auch Buchautor und hat einen „unterhaltsamen Spaziergang durch die fränkischen Landschaften“ unter dem Titel „Ich bin ein Franke“ herausgebracht.
Wolf selbst war einst an der deutsch-deutschen Grenze als Grenzbeamter im Einsatz und kannte von daher die Teilung Deutschlands. Das war für ihn auch Grund die Gäste aus Frankreich einmal in den Landkreis Rhön-Grabfeld und speziell nach Bad Königshofen ins „Museum für Grenzgänger“ zu führen. Hier erfuhren sie mehr darüber, wie das einst war als Deutschland geteilt war. Anhand eines Modells wurde den Gästen deutlich, wie menschenverachtend diese Teilung war und wie hermetisch die DDR-Behörden ihren Staat abgeriegelte hatten. Staunende Blicke, als sie erfuhren, daß einst bei Trappstadt auf einer Strecke von 10 Kilometern rund 60.000 Minen verlegt waren und, daß sogar Selbstschussautomaten an den Zäunen waren.
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Die junge vhs bietet in den Pfingstferien Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche an, darunter zwei Exkursionen für Kinder ab 8 Jahren und Jugendliche in Kooperation mit den Museen in der Schranne und dem JuZ Bad Königshofen. Am Mittwoch, den 26.05. geht es von 14 bis ca. 18.30 Uhr auf Grenztour. Dabei werden zunächst Bilder und ein Modell der Grenzanlagen im Museum für Grenzgänger in Bad Königshofen angeschaut, danach fährt die Gruppe zu Orten, an denen man sehen kann, wo die Grenze war (Bayernturm, Grenzgängerweg), und besichtigt den Skulpturenpark "Deutsche Einheit" bei Eußenhausen. Bei der Archäologischen Tour am Dienstag, den 01.06., ebenfalls von 14. bis ca. 18.30 Uhr besuchen die Teilnehmer die Restaurierungswerkstatt des Archäologischen Museums und fahren anschließend zu einem archäologischen Bodendenkmal der Region. Geplant sind die Kirchenburg Ostheim sowie die Rekonstruktionen der Hallstattgräber bei Ostheim und Urspringen. Je nach Anmeldezahl wird für beide Touren um die Meldung von Eltern gebeten, die mit ihrem Auto mitfahren und Kinder mitnehmen können. Treffpunkte für beide Touren sind die Museen in der Schranne (Martin-Reinhard-Straße 9) sowie das Jugendhaus (Kellereistraße 59).
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Wie kann man Jugendlichen Geschichte nahe bringen, zum einen das es interessant für sie ist und zum anderen, das sie etwas davon behalten und für sich mitnehmen können. Geschichte hautnah erleben und sie direkt mit Erlebten konfrontieren. So geschehen bei der Grenztour im Rahmen des Ferienprogramm des Jugendzentrums aus Bad Königshofen.
Zuerst die Theorie und die Geschichte, dann an die ehemalige Deutsch-Deutsche Grenze und von Zeitzeugen erzählen lassen, wie sie die Wiedervereinigung erlebt haben. Ein straffes Programm, was die Organisatoren erneut für die neugierigen Teenager auf die Beine gestellt haben. Im Grenzgängermuseum in der Schranne konnte die Geschichte vor der Grenzziehung, und während der Teilung angeschaut werden.
Andreas Rottmann, Leiter der Museen in der Schranne aus Bad Königshofen, zeigt den Jugendlichen die Minen die in einer Vitrine als mahnende Ausstellungsstücke der Deutsch-Deutschen Geschichte den Besuchern bedrohlich entgegen wirken und bei Vielen Ängste auslösen. „Stellt euch vor, ihr wollt euren Onkel oder Oma und Opa im Nachbardorf besuchen und dazwischen gibt es Minenfelder und ihr könnt nicht hin“, ein Szenario das Jahrzehntelang Realität war und vom Museumsleiter den jungen Zuhörern anhand von Modellen und Exponaten näher gebracht wird.
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